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By Volker Teichert (auth.), Volker Teichert Diplom-Volkswirt, M.A. (eds.)

Alternativen zur Erwerbsarbeit? Dieser Titel klingt auf den ersten Blick für den einen oder anderen Leser sicherlich sehr provokatorisch. Ist doch unser herrschendes Wirtschaftssystem quickly ausschließlich auf Erwerbsarbeit aufgebaut, die im all­ gemeinen das Leben der meisten Menschen in erheblichem Maße beeinflußt. Die Erwerbsarbeit bestimmt über die zur Verfügung stehende Freizeit, die Dauer der Urlaubszeit und die Möglich­ keiten, in der informellen ökonomie aktiv zu werden. Auf ei­ nen kurzen Nenner gebracht: Sie gibt die Rahmenbedingungen vor, an denen sich alles andere auszurichten hat. Selbst die Arbeitslosen leiden auf ihre Weise unter dem Aus­ schluß von der Erwerbsarbeit: Sie reagieren oft mit psychoso­ matischen und psychischen Krankheitsbildern sowie mit Apathie auf ihre Erwerbslosigkeit. Da magazine es für viele Leser geradezu zynisch klingen, wenn hier von Alternativen zum Erwerbssystem gesprochen wird. Diese Alternativen gibt es aber in der Tat, sie dürfen jedoch nicht so verstanden werden, als würde neben dem Erwerbssystem noch etwas bestehen, mit dem die Menschen ihren Lebensunter­ halt allein finanzieren könnten. Worauf aber mit diesem Band hingewiesen werden soll, sind die Bereiche, die jenseits von Markt und Staat existieren, und die in aller Regel von der herrschenden ökonomie nicht als wertschaffend und wohlstands­ fördernd angesehen werden. Sie haben für das kapitalistische Wirtschaftssystem aber durchaus ihre Bedeutung, indem sie Wohlstand und Wohlfahrt dieser Industriegesellschaft verbes­ sern helfen.

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Daß vorrangig die Bedürfnisse der Mitglieder zu befriedigen sind und ihr Lebensunterhalt durch die Tätigkeit in den Genossenschaften gesichert werden soll. Nach dem Demokratieprinzip sollen alle Mitglieder gleiches Stimmrecht - unabhängig von der Höhe der Kapitaleinlage - im betrieblichen Entscheidungsprozeß besitzen. Trotz der großen Sympathie. die in Deutschland vielerorts der Genossenschaftsbewegung entgegengebracht wurde. waren nur wenige Produktivgenossenschaften in der Praxis erfolgreich (zu den Schwierigkeiten siehe den Beitrag von Nutzinger in diesem Band) .

Mit der Einführung geldlicher und zeitlicher Größen werden die Beziehungen zu den Verwandten. Freunden und Bekannten vereinfacht und die möglichen Verpflichtungen kalkulierbar gehalten. 38 Die Einspareffekte, die sich durch die Eigenarbeit beim Hausbau ergeben, werden auf durchschnittlich ca. 20% der gesamten Baukosten geschätzt (Niessen/Ollmann 1987, 154). Auf dem Land werden dabei die Einsparungen höher veranschlagt als in den Großstädten, was wohl mit den stärker ausgebauten informellen Netzen zusammenhängen dürfte.

Dies kann allerdings nicht verallgemeinert werden: Während nämlich in den traditionellen Wohlfahrtseinrichtungen das ehrenamtliche Engagement zurückgegangen ist. haben parallel dazu die Eigenaktivitäten in Selbsthilfegruppen sowie spontan organisierten Hilfen und Diensten zugenommen. Wie Evers (1986, 21) feststellt. hat sich die Einstellung zum freiwilligen Engagement geändert: Es wird nicht mehr als Akt "selbstloser Liebe" angesehen. sondern als Möglichkeit, sich selbst zu entwickeln und gewisse Erfahrungen zu sammeln.

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